Auch in diesem Jahr haben wir wieder großartige „professori“, die diese Wochen mit ihrer Erfahrung zu etwas ganz besonderem machen.

Uta Christina Georg (Kurs Solo und Kurs Ensemble Plus)


Uta Christina Georg stammt aus einer Musikerfamilie. Sie studierte Klavier und Gesang in 
ihrer Heimatstadt Köln. Festengagements und Gastspiele führten sie
an das Hessische Staatstheater Wiesbaden sowie die Opernhäuser
 Bonn, Braunschweig, die deutsche Oper am Rhein, das Aalto-Theater
 Essen, Frankfurt, Halle, Osnabrück, Kiel, Koblenz und Wuppertal. 
Engagements in Ägypten, Israel, Japan und am Teatro Colon in
 Buenos Aires. In den knapp zwanzig Jahren ihrer sängerischen 
Tätigkeit verkörperte Uta Christina Georg an rund 25 Opernhäusern 
über 40 Partien. Die vielseitige Künstlerin ist neben ihrer Liebe zur
 Barockoper und dem romantischen Lied- und Konzertrepertoire 
gerne Interpretin neuer Musik. Die Partie der „Carmen“ verkörperte 
sie an vielen Theatern, zuletzt 2016/2017 am Theater Hof. Zu ihrem aktuellen Repertoire gehören die 
Marie aus Alban Bergs „Wozzeck“ sowie das größere italienische Fach. Erneut führte ein Gastspiel die 
Künstlerin in den Spielzeiten 2019 und 2019/2020 als Walküre an die Deutsche Oper am Rhein. Sie 
unterrichtet seit 2012 an der Musikhochschule Köln das Fach Gesang.

Christian Heidecker (Kurs Ensemble Plus)

Christian Heidecker ist seit Mai 2004 Leiter der Kirchenmusik an St. Stephan in Würzburg. Der gebürtige Nürnberger absolvierte in Würzburg sein Kirchenmusikstudium, das er 2003 mit dem A-Diplom abschloss. Seine Ausbildung (Orgel bei Prof. Günther Kaunzinger, Tonsatz bei Prof. Zsolt Gárdonyi) komplettierte er mit Aufbaustudiengängen Chorleitung (Prof. Jörg Straube) und Gesang (Prof. Monika Bürgener).

Zu seinen Aufgaben an St. Stephan zählt neben der musikalischen Gestaltung der Gottesdienste in erster Linie die künstlerische Leitung des Kammerchors Cappella St. Stephan und die Durchführung von Orgel-, Chor- und Kammermusikkonzerten an St. Stephan. Darüber hinaus ist er als Dekanatskantor für die Aus- und Weiterbildung nebenamtlicher Organisten und Chorleiter im Dekanat Würzburg zuständig.

Andreas Karasiak (Kurs Solo)

Andreas Karasiak ist weltweit als Konzert- und Opernsänger tätig. Er arbeitete u.a. mit Regisseuren wie Katharina Thalbach, George Tabori, Götz Friedrich. Er sang u.a. unter den Dirigenten Gustav Leonhardt, Frieder Bernius, Silvain Cambreling, Thomas Hengelbrock, Marcus Creed, Konrad Junghänel, Helmuth Rilling, Ton Koopman, Michael Hofstetter, Philipp Herreweghe, Martin Haselböck, Andreas Spering, Christoph Spering, Michel Corboz, Bruno Weil, David Zinman, Peter Schreier. Konzerte und Opernaufführungen im Concertgebouw Amsterdam, RTVE Madrid, Musikverein Wien, Alte Oper Frankfurt, Philharmonie Berlin, Salle Pleyel Paris, De Singel Antwerpen, Konzerthaus Bruxelles, Klangbogen Wien, Rheingau Musik Festival, Maggio Musicale Florenz, Folles Journées, Melbourne Arts Festival, Salzburger Festspiele. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen bei internationalen Labels. Seit 2007 ist er Professor für Gesang an der Hochschule für Musik Mainz.

Anna Nesyba (Kurs Solo)

Die vielseitige Lübecker Sopranistin Anna Nesyba, Absolventin der Gesangsklasse von Prof. Monika Bürgener, studierte an der HfM Würzburg auch Schulmusik, Violine und Barockvioline und konnte sich über zahlreiche Wettbewerbserfolge und Stipendien freuen. Nach Gastengagements an den Theatern Würzburg, Chemnitz und der Zomeropera Alden Biesen sang sie am Staatstheaters Kassel spannende Partien von Barock bis Avantgarde und war zuletzt eine gefeierte Maria in Bernsteins „Westside Story“. 2016 führte sie eine internationale Produktion von Mozarts Zauberflöte ans Joburg Theatre in Johannesburg, Südafrika. Erstmals unter eigener Regie brachte sie 2017 Poulencs „La voix humaine“ auf die Bühne.

Ein besonderer Schwerpunkt ist für Anna Nesyba die Historische Aufführungspraxis Alter Musik, doch reicht ihr Konzertrepertoire bis zur Musik der Gegenwart. Offen für neue Projekte, tritt Anna aktuell auch mit musikalisch-szenischen Improvisationen und als ananea mit eigenen Texten und Liedern auf. Während des Lockdowns 2020 hat sie mit „Empty Room“ ihr erstes multimediales Buch veröffentlicht. Als Dozentin für Gesang am Institut für Musik der Universität Kassel unterrichtet sie seit 2014 die Studierenden verschiedener Lehrämter mit Neugier und Begeisterung.

Michaela Schlotter (Kurs Solo)

Michaela Schlotter erhielt ihre Ausbildung bei Prof. Kirsti Hjort und Prof. Erich Appel an der Hochschule für Musik Würzburg und erlangte im Mai 1998 das Meisterklassen- diplom. Heute praktiziert sie eine rege Konzerttätigkeit als Solistin, Kammer- musikpartnerin und im Klavierduo mit Rudolf Ramming. Konzertreisen führten sie bislang nach Japan, Italien, Rumänien und USA. Eine besondere Liebe der Pianistin gilt der Liedbegleitung. Mehrfach arbeitete sie mit Prof. Dietrich Fischer-Dieskau (Berlin), Prof. Reiner Hofmann (Frankfurt a.M.) und Prof. Helmut Deutsch (München) zusammen. Mit Sängern wie Diana Damrau und Hanno Müller-Brachmann entstanden Aufnahmen beim Bayerischen Rundfunk, Deutschlandfunk und beim Studio Franken. Michaela Schlotter ist Gast bei renommierten Festivals wie den Würzburger Bachtagen, dem Mozartfest
Würzburg, den Bad Kissinger Klaviertagen, dem Kissinger Sommer und dem Bronnbacher Musikfrühling. Ihre erste Solo-CD mit Werken von Bach, Schumann und Ravel wurde in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ rezensiert und beim Bayerischen Rundfunk in der Sendung „pour le piano“ von Friedemann Leipold vorgestellt. Als Dozentin im Fach Klavier lehrt sie seit 1998 an der Hochschule für Musik in Würzburg.

Gerhard Polifka (Kurs Ensemble Plus)

Gerhard Polifka studierte Schulmusik, Chorleitung bei Prof. Jörg Straube und Orchesterleitung bei Prof. Ari Rasilainen und Prof. Yuuko Amanuma an der Hochschule für Musik Würzburg. Wichtige Impulse erhielt er dabei ebenfalls von Frieder Bernius. Mit Beginn seines Studiums übernahm Gerhard Polifka die Leitung verschiedener Ensembles. Er gründete den Bach-Kantaten- Club Würzburg und das Ensemble NEAMus (Neues Ensemble für Alte Musik), das auf histo-rischen Instrumenten musiziert, sowie den Kammerchor „spec|trum“. Mehrere Operneinstudierungen, Dirigate und verschiedene Assistenzen, u. a. bei Prof. Martin Steidler bei der Audi Jugendchorakademie („La passione“ und „Arche“ in der Elbphilharmonie mit Kent Nagano), runden seine Tätigkeit ab. Seit Beginn der Spielzeit 2018|19 ist er als Chordirektor am Pfalztheater Kaiserslautern tätig.

Daniel Tepper (Kurs Ensemble Plus)

Daniel Tepper erhielt seit dem 6. Lebensjahr Klavier- und Orgelunterricht sowie eine sängerische Ausbildung bei den Aurelius-Sängerknaben Calw. Er wurde mehrfacher Bundespreisträger bei »Jugend musiziert« und nahm an zahlreichen Solisteneinsätzen auf Bühnen renommierter Opernhäuser im In- und Ausland teil. Er gewann mehrere Preise bei Orgelwettbe-werben, studierte ab 2011 an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen und schloss 2015 sein Kirchenmusikstudium mit dem A-Examen ab. Er besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Martin Schmeding, David Timm, Markus Uhl, Michael Gees, Martin Sander, Helmut Rilling, Wolfgang Schäfer, Frieder Bernius und Morten Schuld-Jensen. Im Oktober 2016 wurde er als jüngster Bezirkskantor in Württemberg an die romanische Martinskirche Sindelfingen berufen.

Christian Kabitz (Künstlerische Leitung)

Christian Kabitz ist der Gründer und „spiritus rector“ des Choratelier Siena. Seit 2009 lädt er im Sommer zum gemeinsamen Singen in die Villa Le Tolfe ein.

Er studierte Philosophie, Kirchenmusik und Dirigieren in München, wo er von 1973 bis 1979 als Kantor an der Christuskirche wirkte und das Bach-Collegium München gründete. Von 1979 bis 2015 war er Kantor der Johanniskirche in Würzburg und rief dort die Würzburger Bachtage ins Leben, die sich zu einem Musikfestival von überregionaler Bedeutung entwickelten. In seiner Würzburger Zeit wurde ihm 1984 der Titel »Kirchenmusikdirektor« sowie 1986 der Staatspreis des Freistaats Bayern verliehen, 2004 der Kulturpreis der Stadt Würzburg und 2007 der Hauptpreis der Bücher-Dickmeyer-Stiftung. Von 2008 bis 2013 war Christian Kabitz außerdem künstlerischer Leiter des Mozartfestes Würzburg. 1984 wurde er zum künstlerischen Leiter des Bachchores Heidelberg berufen, 1988 kam er in derselben Funktion zum Cäcilienchor Frankfurt. Seit 2001 ist er auch für die Familienkonzerte der Frankfurter Museums-Gesellschaft in der Alten Oper verantwortlich. Konzerttourneen führten ihn mit seinen Chören und Orchester nach Israel, Japan und in die USA. 2005 war er für drei Oratorienkonzerte nach Shanghai eingeladen. Von 1999 bis 2003 war Christian Kabitz künstlerischer Leiter von Bürklins Sommeroper in Wachenheim. Er inszenierte und dirigierte Rossinis Barbier, Telemanns Pimpinone sowie Mozarts Don Giovanni und Figaro mit international bekannten Solisten. Seine Beziehung zur modernen Musik dokumentieren u. a. die Kompositionen Rock-Requiem und Cosmogenia, in denen eine Rock- Formation mit groß besetztem Chor und Orchester musizieren. Christian Kabitz komponiert und konzipiert auch Programme für seine Chöre wie das Luther-Projekt »Wenn sie’s nicht singen, gläuben sie’s nicht«, das Pasticcio Vespera di Natale 1633 oder auch die Revue Berlin 1920.